In Gold investieren 2026: ETC, Minenaktien und die Barren zum Anfassen

Daria Volkova Head of GTM and Communications· · 6 min read
In Gold investieren 2026: ETC, Minenaktien und die Barren zum Anfassen

Key Takeaway

In der DACH-Region führt der naheliegendste Goldweg nicht über einen US-ETF (die gibt es für Privatanleger hier ohnehin nicht), sondern über physisches Gold und physisch hinterlegte ETCs. Physische Barren und Münzen sind als Anlagegold mehrwertsteuerfrei, und Gewinne sind in Deutschland und Österreich nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei. In der Schweiz sind private Kursgewinne ohnehin steuerfrei, dafür greift die Vermögenssteuer. Gold-ETCs mit Auslieferungsanspruch wie Xetra-Gold oder EUWAX Gold II werden in Deutschland steuerlich wie physisches Gold behandelt, in Österreich dagegen nicht (dort fallen 27,5 % KESt an). Goldminen-Aktien geben dir Hebel und manchmal Dividende, aber auch Unternehmensrisiko und volle Wertpapierbesteuerung. Wer physisch hält, kannte bisher ein nerviges Problem: das Tracking. DecentWealth unterstützt jetzt Gold, Silber, Platin und Palladium als vollwertige Assets, mit stündlich aktualisierten Kursen, die niemals über unsere Server laufen.

Gold kaufen 2026: ein Leitfaden für Leute, die keinen Aluhut tragen

Gold hatte lange ein Imageproblem. Es war das Thema deines pessimistischsten Verwandten, irgendwo zwischen „dem System nicht trauen" und „hab ich doch gleich gesagt" einsortiert. Nützlich vielleicht, aber keine ernsthafte Portfolio-Entscheidung.

In der DACH-Region war diese Skepsis allerdings nie besonders ausgeprägt. Deutschland gehört seit Jahren zu den größten privaten Goldmärkten der Welt, der Goldbarren im Tresor ist hier so etwas wie ein Volkssport. Und in letzter Zeit sehen das auch die Leute so, die echte Währungsreserven verwalten.

Ende 2025 hat Gold etwas geschafft, das es seit 1996 nicht mehr gab: Es überholte US-Staatsanleihen als größten Reserve-Posten der Zentralbanken weltweit.

Laut einem Bericht der Europäischen Zentralbank kletterte der Goldanteil an den globalen Notenbankreserven auf 27%, ein Jahr zuvor waren es noch 20%. Der Anteil der US-Treasuries fiel im selben Zeitraum von 25% auf 22%.

Die größten Käufer seit 2022 sind China, Polen, die Türkei und Indien, und sie kauften weiter, selbst als die Preise Rekordstände erreichten.

Noch kurioser: Der größte einzelne Goldkäufer einiger Quartale war kein Staat, sondern Tether, das Unternehmen hinter dem größten Stablecoin der Welt. Tether hält mittlerweile deutlich über 100 Tonnen, genug, um in der Liga mittelgroßer Zentralbanken mitzuspielen.

Wenn ein Krypto-Unternehmen und die chinesische Notenbank auf dieselbe Idee kommen, lohnt sich ein zweiter Blick.

Der Goldpreis hat das längst eingepreist: 2025 legte er um über 50% zu, Anfang 2026 markierte er neue Allzeithochs. Hier sind die vier realistischen Wege, wie du als Privatanleger in DACH mitmachst, vom konkretesten zum abstraktesten.

1. Physisches Gold: das Original, das niemand abschalten kann

Fangen wir dort an, wo die meisten DACH-Anleger sowieso anfangen: bei echtem Metall. Barren von anerkannten Scheideanstalten wie Heraeus oder Umicore, dazu die Klassiker unter den Münzen, der Krügerrand, der kanadische Maple Leaf, der österreichische Wiener Philharmoniker und in der Schweiz das Goldvreneli.

Das ganze Argument für physisches Gold ist die Abwesenheit eines Mittelsmanns. Kein Fonds, kein Ticker, keine Plattform, kein Kontrahent, der ein schlechtes Quartal oder ein eingefrorenes Konto haben kann.

In einem Jahr, in dem Zentralbanken Gold gerade deshalb horten, weil es sich nicht sanktionieren oder abschalten lässt, klingt das Argument anders als früher.

Steuerlich ist physisches Gold in DACH ein Sonderfall, und zwar ein angenehmer:

  • Anlagegold ist mehrwertsteuerfrei. Das gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleichermaßen. Achtung: Diese Befreiung gilt nur für Gold. Silber, Platin und Palladium kosten beim Kauf grundsätzlich Mehrwertsteuer (in Deutschland 19%, bei Silbermünzen oft als Differenzbesteuerung). Dazu später mehr, denn es ist genau der Grund, warum es Sinn ergibt, alle vier Metalle sauber getrennt zu tracken.
  • In Deutschland und Österreich ist der Gewinn nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei (§ 23 EStG in DE, § 31 EStG in AT). Verkaufst du innerhalb des Jahres, gilt dein persönlicher Einkommensteuersatz, sofern der Gewinn die Freigrenze übersteigt (600 Euro in Deutschland, 440 Euro in Österreich, jeweils pro Jahr für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen). Kleiner, aber teurer Unterschied: Das ist eine Freigrenze, kein Freibetrag. Überschreitest du sie um einen Euro, ist der ganze Gewinn steuerpflichtig.
  • In der Schweiz sind private Kapitalgewinne ohnehin steuerfrei, ganz ohne Haltefrist. Dafür zählt dein Gold zum steuerbaren Vermögen und unterliegt der kantonalen Vermögenssteuer. Heißt: Du musst deine Barren und Münzen in der Steuererklärung angeben, bewertet zum Marktwert am Jahresende.

Die Schattenseiten sind real und physisch. Du zahlst beim Kauf ein Aufgeld über dem Spotpreis und beim Verkauf akzeptierst du einen etwas niedrigeren Preis (diese Spanne ist das Mittagessen des Händlers).

Du musst es irgendwo lagern, das kein offensichtliches Sockenfach ist, und versichern. Und es ist die illiquideste Option auf dieser Liste, denn eine Münze zu verkaufen ist ein Anruf und eine Autofahrt, kein Fingertipp.

Und dann ist da noch ein Punkt, der hier besonders ins Gewicht fällt: die Privatsphäre. Der anonyme Barkauf am Tresen, das klassische Tafelgeschäft, war jahrelang ein Stück Anlegerfreiheit.

Seit 2020 ist in Deutschland nur noch ein anonymer Barkauf bis 1.999,99 Euro pro Vorgang möglich, darüber muss der Ausweis raus. In der Schweiz wurde die Grenze 2020 auf 15.000 CHF gesenkt. Die Tendenz ist klar, und sie zeigt nach unten.

Womit wir beim letzten Nachteil von physischem Gold wären, der jeden Besitzer seit jeher leise nervt: das Tracking. Dein ETC taucht im Depot auf. Deine Barren tauchen in einer Schublade auf und bisher in einem manuellen Feld, das du bei jeder Preisbewegung von Hand aktualisieren müsstest. Also nie. Das haben wir gelöst, dazu gleich.

2. Gold-ETCs: der Depot-Weg (mit einem entscheidenden Steuer-Detail)

Wenn du Gold lieber im Depot statt im Tresor hältst, ist der relevante Weg in DACH nicht der US-ETF, sondern der Gold-ETC, ein börsengehandelter Rohstoff (Exchange-Traded Commodity).

Kurzer Hinweis vorweg: Die großen US-Gold-ETFs wie GLD oder IAU sind für Privatanleger in der EU schlicht nicht handelbar, dank einer Regulierungswand mit fröhlichen Namen wie PRIIPs und MiFID.

Der europäische Standard ist deshalb der ETC, und die guten sind vollständig mit physischem Metall hinterlegt, das in einem Tresor liegt, oft mit dem Recht, sich echte Barren ausliefern zu lassen.

Hier kommt das wichtigste Steuer-Detail dieses ganzen Artikels, und es ist eines, bei dem sich Deutschland und Österreich unterscheiden:

  • In Deutschland hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass physisch hinterlegte ETCs mit Auslieferungsanspruch steuerlich wie physisches Gold behandelt werden. Die bekanntesten sind Xetra-Gold und EUWAX Gold II. Konsequenz: Nach einem Jahr Haltedauer sind die Gewinne steuerfrei, statt der Abgeltungsteuer von 25% (plus Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer) zu unterliegen. Das ist der Sweet Spot für viele deutsche Anleger: die Bequemlichkeit eines Depot-Wertpapiers mit dem Steuervorteil von physischem Gold.
  • In Österreich gilt dieser Vorteil ausdrücklich nicht. Papiergold in jeder Form, also ETCs, ETFs, Zertifikate, wird mit 27,5 % Kapitalertragsteuer besteuert, egal ob physisch hinterlegt oder nicht. Steuerfrei nach einem Jahr ist in Österreich nur das echte, anfassbare Metall.
  • In der Schweiz spielt es steuerlich kaum eine Rolle, da private Kursgewinne ohnehin steuerfrei sind. Der ETC landet aber, wie das physische Gold, in der Vermögenssteuer.

Und nein, ein klassischer Gold-ETF ist nicht dasselbe wie ein Gold-ETC mit Lieferanspruch. Wo kein schuldrechtlicher Anspruch auf echtes Gold besteht, fällt auch in Deutschland die Steuerfreiheit nach einem Jahr weg. Das Kleingedruckte entscheidet hier über einen ziemlich großen Unterschied auf deinem Steuerbescheid.

3. Goldminen-Aktien: Gold mit einem Koffeinproblem

Hier wird es etwas weniger pur. Du kannst Anteile an den Unternehmen kaufen, die das Gold aus dem Boden holen (Minen wie Newmont, Barrick oder Agnico Eagle), an den Firmen, die sie gegen eine Beteiligung finanzieren (Royalty- und Streaming-Anbieter wie Franco-Nevada oder Wheaton Precious Metals), oder an einem ganzen Korb davon über einen ETF wie GDX oder GDXJ.

Der Reiz ist der Hebel. Steigt Gold um 10%, kann der Gewinn einer gut geführten Mine deutlich stärker steigen, weil die Kosten ungefähr fix bleiben und der Mehrertrag direkt auf die letzte Zeile durchschlägt. Manche dieser Unternehmen zahlen sogar Dividende, etwas, das ein Goldbarren noch nie für irgendjemanden getan hat.

Der Haken: Du wettest nicht mehr nur auf Gold. Du wettest auf das Management, die Förderkosten, eine Überflutung im falschen Schacht, eine Regierung im falschen Land und eine Bilanz. Goldaktien können fallen, während Gold steigt, was die Leute genau einmal überrascht. Behandle sie als Aktien, die zufällig mit dem Goldpreis korrelieren, nicht als Gold selbst.

Steuerlich gibt es hier keinen Sonderweg: Goldaktien und Goldfonds werden wie alle anderen Wertpapiere behandelt, also mit Abgeltungsteuer in Deutschland und KESt von 27,5% in Österreich.

In der Schweiz bleiben Kursgewinne privat steuerfrei, Dividenden sind aber einkommensteuerpflichtig.

Steuer-Überblick auf einen Blick

Das ersetzt keine Steuerberatung, und Steuerregeln ändern sich. Aber es zeigt, warum die Frage „physisch oder Papier?" in DACH nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit ist, sondern auch eine deiner Nettorendite.

Gold, Silber, Platin und Palladium in DecentWealth tracken

Gold, Silber, Platin und Palladium in DecentWealth tracken
Gold, Silber, Platin und Palladium in DecentWealth tracken

Gold, Silber, Platin und Palladium sind jetzt vollwertige Assets in DecentWealth. Wenn du physisches Metall als Teil eines breit gestreuten Allwetter-Portfolios hältst, musst du deine Barren nicht länger über umständliche Behelfslösungen oder ein manuelles Feld verwalten, das schon zur Mittagszeit wieder falsch ist.

  • Automatische Bewertung, ohne Aufwand. Du gibst deinen Bestand einmal ein. DecentWealth holt sich die Spotpreise live und aktualisiert sie jede Stunde, ohne API-Key, ohne Premium-Schranke und ohne verzögerte Daten. Das Gewicht trägst du in Feinunzen, Gramm oder Kilogramm ein, die App rechnet jede Einheit im Hintergrund sofort um.
  • Es taucht in deinem Nettovermögen auf. Deine Metalle erscheinen als eigene Kategorie in deinem Allokations-Chart, sauber neben Aktien und Krypto. So ist dein Gold endlich Teil des Bildes, wenn du dir die Frage stellst „Was bin ich eigentlich insgesamt wert?", statt in einer separaten Tabelle zu liegen, die du eigentlich immer mal aktualisieren wolltest.

Und weil Silber, Platin und Palladium steuerlich anders laufen als Gold (Stichwort Mehrwertsteuer), ist es kein Luxus, sie getrennt und korrekt aufzuführen. Es ist genau die Übersicht, die du am Jahresende brauchst.

Jetzt der Teil, der zum Wesen dieser App gehört: Diese Funktion läuft auf derselben datenschutzfreundlichen Architektur wie alles andere. Sämtliche Rohstoffpreise holt dein Gerät direkt von einer öffentlichen Schnittstelle.

Nichts davon läuft über unsere Server. Dein Nettovermögen und die genaue Menge deines Metalls bleiben strikt auf deinem Gerät, geschützt per Face ID.

Und genau hier schließt sich der Kreis zur Privatsphäre. Es liegt eine gewisse Ironie darin, Gold für Anonymität und Selbstverwahrung zu kaufen, das eine Asset, das niemand tracken kann, und es dann in einen Tracker einzutragen, der deine Bestände auf einen Firmenserver hochlädt.

In einer Region, die mit der DSGVO die moderne Datenschutzgesetzgebung mitgeschrieben hat, passt das nicht zusammen. Gold, das niemand abschalten kann, verdient einen Tracker, den niemand sonst mitlesen kann.

Alles an einem Ort, ohne dich gläsern zu machen

Egal welchen Weg du wählst, Gold lebt selten allein. Wahrscheinlich hast du einen ETC im Depot, ein paar Minenaktien, ein paar Münzen im Tresor und eine Krypto-Wallet, die in ihrer Ecke ihr eigenes Ding macht. Fünf Apps, vier Logins und das leise Gefühl, deine eigene Zahl nicht wirklich zu kennen.

Genau dafür ist DecentWealth gebaut. Die App bündelt Aktien, ETFs, Krypto über 16 Blockchains, Immobilien, Cash und jetzt Edelmetalle in einer einzigen Ansicht deines Nettovermögens, auf iPhone, iPad und Apple Watch. Beträge in Euro oder Schweizer Franken, ganz wie du willst. Kein Konto, keine E-Mail, kein Server, der deine Bestände speichert. Alles liegt auf deinem Gerät, geschützt per Face ID.

Wenn du erst einmal ausrechnen willst, wie eine Goldquote deine Planung verändert, hilft der Investment-Rechner, ohne E-Mail und ohne den „Wir schicken dir das Ergebnis ins Postfach"-Trick.

Und wenn du bereit bist, das echte Portfolio zu tracken, lad dir DecentWealth und füg deinen ersten Barren in unter einer Minute hinzu.

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Dieser Artikel ist allgemeine Information, keine individuelle Anlage- oder Steuerberatung. Goldpreise schwanken, Steuerregeln unterscheiden sich je nach Land und ändern sich, und wir sind ein Portfolio-Tracker, nicht dein Finanzberater. Mach deine eigenen Hausaufgaben und sprich mit einem Steuerberater oder einer Steuerberaterin, bevor du Entscheidungen über dein Geld triffst.

Frequently Asked Questions

Kann DecentWealth Gold, Silber, Platin und Palladium tracken?
Ja. Alle vier sind als vollwertige Assets unterstützt, mit stündlich aktualisierten Spotpreisen. Du gibst dein Gewicht in Feinunzen, Gramm oder Kilogramm ein, die App rechnet automatisch um und fügt die Metalle deinem Allokations-Chart hinzu. Kein API-Key und kein Abo nötig, und die Preise holt dein Gerät selbst, nie über unsere Server.
Wie ermittelt DecentWealth den Wert meines Goldes, wenn nichts über eure Server läuft?
Dein Gerät ruft die Preise direkt bei einer öffentlichen Schnittstelle ab und multipliziert sie mit dem Gewicht, das du eingetragen hast. Die Anfrage läuft von deinem iPhone zur Datenquelle und zurück, unsere Server sind nicht dazwischen. Wir sehen weder, welche Metalle du hältst, noch wie viel, noch was dein Portfolio wert ist.
Warum kaufen die Zentralbanken gerade so viel Gold?
Diversifikation und Vertrauen. Nach 2022 haben mehrere Länder beschlossen, lieber ein Asset zu halten, das sich nicht sanktionieren oder einfrieren lässt, und verlagern ihre Reserven seither von US-Staatsanleihen in Gold. Ende 2025 war diese Verschiebung groß genug, um Gold erstmals seit 1996 zum größten Reserve-Posten der Welt zu machen, noch vor den Treasuries.
Wie investiere ich als Einsteiger in DACH am einfachsten in Gold?
Über einen physisch hinterlegten Gold-ETC wie Xetra-Gold oder EUWAX Gold II in deinem ganz normalen Depot. In Deutschland kommt obendrauf der Steuervorteil, dass diese ETCs nach einem Jahr Haltedauer wie physisches Gold behandelt werden. In Österreich ist dieser Vorteil nur dem echten, physischen Metall vorbehalten, dort lohnt sich für die langfristig steuerfreie Variante eher der Barren oder die Münze.
Ist physisches Gold besser als ein Gold-ETC?
Keines ist „besser", sie lösen unterschiedliche Probleme. Physisches Gold hat keinen Kontrahenten und lässt sich nicht einfrieren, genau deshalb kaufen Zentralbanken es. Dafür musst du es lagern, versichern und kannst es langsamer verkaufen. Ein ETC ist liquide und bequem, in Österreich aber steuerlich schlechter gestellt. Viele halten beides.

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